Dispatching in Marburg (Lahn)
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Before you get your approval to run the service on a signal box, you need to find out about the local characteristics. After training as a general trainee signalman, dispatchers were always paired with a person skilled in the signal box. This chapter is the brief introduction to the area. Read it carefully. It contains very important information.
The text is "peer to peer" written as if you are in the signal box, the first day after training.
Have a more detailed look at the Stellwerk Marburg panel here.
Introduction
The station Marburg (Lahn) is a railway station along the Main-Weser-Bahn. The Main-Weser-Bahn starts in Kassel and ends in Frankfurt (Main). The line is electrifief. The power signal box (Stellwerk) "Mf" controls the line between kilometer 99.5 and 112. A maintenance facility (BW = Bahnbetriebswerk) Marburg (Lahn) as well as a big freight yard used to be part the station of Marburg in the past. That is why it has been decided to situate this simulation as how it was in the year 1970, as in that time both the BW and the reight yard were still operational. In 1970 Marburg (Lahn) was managed by the Federal Railway Authority of Kassel.
The neighbouring along the main line were Cölbe / Kirchhain towards the North, and Niederwalgern towards the South. Back then there used to be two mechanical signal boxes in Cölbe. To allow connecting to the Kirchain simulation the compromise has been made to represent those signal boxes as a modern Sp Dr S 60 panel. The bottom part of the panel is the actual panel of Marburg in 1970. Later on the the signal boxes of Cölbe were shutdown and added on top of the original Marburg panel.
As Cölbe is also part of the dispatching area, there is another neighbouring dispatcher namely Sarnau. Dispatcher Sarnau is to be contacted for traffic on the branch line Cölbe - Sarnau.
The timetable is a 1:1 of the passenger timetable of winter 1970/1971. The freight traffic is fictional, but based on freight volume statics back then.
Lines
Besides the Main-Weser-Bahn Kassel <-> Frankfurt (Main), there was the branch line Obere Lahntalbahn starting in Cölbe towards Sarnau. In Sarnau there was another branch onto Burgtalbahn. In Marburg-Süd is the entry onto the branch line Marburger Kreisbahn.
The main line was mainly used by freight trains. The maximum speed for freight trains was 80 km/h. For the passenger services there were regional trains (N=Nahverkehrszüge), fast regional trains (Ns=Nahschnellverkehrszüge) and express trains of which some of them started or ended their servide in Marburg (Lahn). Fast trains (D=Schnellzüge) existed for fast connections between Marburg (Lahn) and Gießen.
Güterzüge hatten meist eine BR 140 als Zuglok. D-Züge und IC hatten meist eine BR 103 als Zuglok, ab und zu wie auch die E-Züge eine BR 110. Die Nahverkehrszüge mit ihren Silberlingen hatten meist eine BR 141. Ein Teil der Silberlinge der N- und E-Züge war bereits mit einem Führerstand ausgestattet. Lokwenden waren dadurch überflüssig. Für den Schnellzugverkehr gab es die noch nicht.
Auf der Nebenbahn waren im Personenverkehr Schienenbusse und Silberlinge älterer Bauart mit einer BR 211 im Einsatz. Seltene Eilzüge (E) fuhren mit einer BR 216. Außerdem gab es Übergabezüge (Güterzüge) mit der BR 211, die die Nebenbahn bedienten. Die Nebenbahn war eingleisig.
Die Marburger Kreisbahn hatte schon 1970 lange keinen Personenverkehr mehr erlebt. Lediglich Güterzüge befuhren die dort noch vorhandenen Gleise.
Marburg (Lahn) hatte drei Bahnsteige.
Am Bahnsteig 1 waren die Gleise 6 und 8 der Hauptbahn, überwiegend genutzt für die Süd-Nord-Richtung.
Am Bahnsteig 2 waren die Gleise 4 und 2, überwiegend genutzt für die Nord-Süd-Richtung.
Am Bahnsteig 3 waren die Gleise 1 und 46.
Cölbe hatte zwei Bahnsteige.
An Bahnsteig 1 waren die Gleise 3 und 4. Gleis 4 wird für haltende Züge Richtung Kirchhain -> Kassel genutzt, Gleis 3 von den Zügen Richtung Marburg -> Frankfurt (Main).
An Bahnsteig 2 waren die Gleise 1 und 2. Gleis 2 wird für Züge Richtung Sarnau genutzt, Gleis 1 für Züge aus Sarnau.
Auf der Hauptbahn Richtung Kirchhain -> Kassel befanden sich noch zwei Haltepunkte, Anzefahr und Bürgeln. Diese Haltepunkte sowie die Blocksignale wurden jedoch von Kirchhain überwacht. In Richtung Niederwalgern -> Frankfurt (Main) befand sich noch der Haltepunkt Marburg-Süd.
Besonderheiten
Grundsätzlich waren die Bahnhöfe Cölbe und Marburg (Lahn) wie die Hauptstrecke bereits elektrifiziert. Die nördlich befindlichen Rangierbereiche in Marburg (Lahn) waren jedoch ohne Oberleitung. Auch die Nebenbahn nach Sarnau konnte nur mit Dampf oder Diesel befahren werden.
In Marburg (Lahn) herrschte rege Betriebsamkeit.
Morgens verkehrten Nahgüterzüge (Ng) von und nach Marburg (Lahn). Abends kamen und fuhren wiederum Ng, die Wagons zu den Knotenpunkten Kassel Rbf oder Gießen Gbf brachten.
Tagsüber fuhren Übergabezüge (Üb) Richtung Sarnau und kamen aus Richtung Sarnau. Die Strecke wurde von Loks der Baureihe BR 211 bedient.
Im Bahnhof war eine Rangierlok der Baureihe BR 360 stationiert, die für örtliche Rangierarbeiten genutzt wurde und im Bereich der Gleise 60 bis 66 Güterzüge vorbereitete.
Das ansässige Betriebswerk (BW) Marburg (Lahn) wartete Loks und Wagons. Das beinhaltete einen großen Lokschuppen mit Drehscheibe. Auf der Drehscheibe wurden früher auch Dampflokomotiven gewendet. Aufgrund der Elektrifizierung waren in Marburg schon 1970 keine Dampflokomotiven mehr, die waren bereits dem BW Kassel überstellt. Außerdem existierte ein großzügiger Abstellbereich für Personenzüge.
Die Drehscheibe und der obere Abstellbereich
Die Gleise 59 und 70 führen zur Drehscheibe des Bahnbetriebswerks. Rechts daneben führt das Gleis 57 zum oberen Abstellbereich des Bahnhofs.
Der untere Abstellbereich
Über die Weiche 100 wird der untere Abstellbereich mit den Gleisen 47 bis 52 erreicht.
Beide Abstellbereiche sind ein kritischer Punkt. Aus- und einfahrende Züge müssen jeweils im Ausziehgleis eine Wende durchführen. Deshalb sollte man sich vor Nutzung der Ausziehgleise (Gleis 56 und Gleis 80) als auch der Zufahrtgleise sicher sein, dass kein bereitgestellter Zug gerade auf die Ausfahrt aus dem Abstellbereich wartet. Ansonsten stehen sich im Abstellbereich leicht zwei Züge gegenüber. Dann hilft nur noch eine Wende des einfahrenden Zuges, um den ausfahrenden Zug zunächst raus zu lassen.
Der Güterbahnhof
Rechts befinden sich die Zugangsgleise zum Güterbahnhof (Gleise 60 bis 79). Oben sind zwei Abfahrgleise, Gleis 15 Richtung Niederwalgern, Gleis 16 Richtung Cölbe, für die Güterzüge zu sehen. Eine Zugfahrt in diese beiden Gleise ist nicht möglich. Abfahrende Güterzüge müssen vom Fahrdienstleiter dort auch die Zugleitziffer sowie die Zugnummer erhalten. Einfahrende Güterzüge müssen die Gleise 9 bis 11 nutzen und anschließend in den Bereich vom Güterbahnhof rangiert werden.
Die im Stellwerksbereich befindlichen Bahnübergänge in Cölbe waren beide fahrstraßengesteuert.
Marburg (Lahn) hatte eine Zugzielanzeige, die auch in die Simulation eingebaut wurde und vom Fahrdienstleiter zu bedienen ist. Die Bedienungsanleitung ist im SignalWiki zu finden.
Auf der eingleisigen Nebenbahn mussten die Züge telefonisch angemeldet und eine Bestätigung der Annahme der Züge vom Nachbarfahrdienstleiter eingeholt werden.
Zur Zeit um 1970 gab es noch eine Gepäckabfertigung und Stückgutabfertigung. Auch die Deutsche Bundespost nutze für den Brief- und Paketdienst noch die Bahn. Das erklärt auch die teilweise recht langen Haltezeiten der Eil- und Nahverkehrszüge. Die hatten noch Gepackwagons. Ein Elektrokarren, teilweise mit bis zu zwei Hängern, beförderte bei fast jedem haltenden Zug Pakete und Post zu den Gepäckwagons, selbst D-Züge hatten Gepäckwagons. Teilweise kam es zu kuriosen Situationen, bei denen der Zug bereits los fuhr und der Elektrokarren parallel auf dem Bahnsteig mit fuhr, damit noch vorhandene Pakete in den bereits fahrenden Gepackwagen geworfen werden konnten.
Im Fall einer Streckensperrung auf der Nord-Süd-Strecke wurde es auf der Main-Weser-Bahn ungemütlich. Dieses Umleitungsszenario kann per Fax simuliert werden.
Lademaßüberschreitung
Züge mit Lademaßüberschreitung (Lü) erfordern besondere Aufmerksamkeit. Es darf bei einer Lü Cäsar in den benachbarten Gleisen kein Lü Berta oder Cäsar unterwegs sein.
Ein Zug mit einer Lü verkehrt mit der Leitziffer „0“. Das bedeutet, dass der Selbststellbetrieb nicht funktioniert und Sie jedes Signal selber auf Fahrt stellen müssen.
Zum Schluß noch ein Tipp: Immer locker bleiben! Auch wenn die Lokführer alle paar Minuten nerven, daß sie schon so und so lange irgendwo rumstehen. Na und? Sie bestimmen, welcher Zug fährt und welcher Zug warten muß. Keine Angst, es sitzen keine Reisenden im Zug, so daß Sie wirklich optimal koordinieren und disponieren können!
Streckenverknüpfung
Das Stellwerk Marburg (Lahn) kann mit dem Stellwerk Kirchhain (Bz Kassel) verknüpft werden.
Stand heute
Noch heute lässt sich erahnen, wie groß der Bahnhof früher einmal war. Viele Gleise wurden jedoch bereits zurück gebaut und der Bereich anderweitig bebaubt. Das Bahnbetriebswerk wurde bereits vor vielen Jahren geschlossen. Auch der örtliche Güterverkehr ist so gut wie gar nicht mehr vorhanden. Der Bahnhofsbereich und das Stellwerk Marburg (Lahn) wurden drastisch zurück gebaut. Gleise oberhalb vom Gleis 11 wurden abgetrennt und verfallen. Der Anschluss zur Marburger Kreisbahn ist nicht mehr vorhanden. In der Planung befindet sich der Bau eines ESTW, was das Stellwerk in Marburg (Lahn) komplett überflüssig machen wird.
Zugnummernreihe
| Zugnummerreihe | Zuggattung |
| 10-1499 | Schnellzüge (D/IC/TEE) |
| 1500-1999 | Eilzüge (E) |
| 2000-4999 | Nahverkehrszüge (N/Ns) |
| 5000-5199 | Durchgangseilgüterzüge (De) |
| 6000-7999 | Durchgangsgüterzüge (Dg) |
| 8000-9999 | Nahgüterzüge (Ng) |
| 10000-12999 | Schnellzüge (D/IC) |
| 13000-13999 | Lokfahrten (Lz) |
| 14000-14999 | Leerfahrten (Lr/Lto) |
| 15000-17999 | Übergabezüge (Üb) |
Früher wechselten die Züge während der Fahrt teilweise ihre Zuggattung. Aus einem D-Zug wurde auf einem Streckenbereich beispielsweise ein E-Zug. Deshalb kam es auch vor, dass ein E-Zug eine dreistellige Nummer hatte.
Zuglenkziffern
- Kennziffer 0: Sonderfahrten und Spezialfahrten
- Kennziffer 1: Züge mit 100km/H oder mehr; Cölbe Richtung Kassel Gleis 305
- Kennziffer 2: Züge <100 km/h; Cölbe Richtung Kassel Gleis 305
- Kennziffer 3: Personenzüge der Hauptbahn, die in Cölbe halten
- Kennziffer 4: Personenzüge der Hauptbahn, die in Cölbe halten und in Marburg (Lahn) enden
- Kennziffer 6: Züge von und nach Sarnau
Das Signal F396 ist bei aktivem Selbststeller zuglenkziffergesteuert. Fahrstraßen nach Sarnau (Kennziffer 6) werden jedoch nicht automatisch gesteuert, da die Fahrstraße in einen nicht elektrifizierten Bereich führt. Diese Fahrstraße muss selbst eingestellt werden.
Bei Zügen, die in Marburg (Lahn) wenden und mit neuer Zugnummer weiter fahren, muss der Fahrdienstleiter selbst auf die korrekte Zuglenkziffer achten und falls nötig manuell ändern. Es erfolgt keine automatische Umstellung.
Abkürzungen
| De | Durchgangseilgüterzug |
| Dg | Durchgangsgüterzug |
| IC | Intercity |
| Lz | Lokfahrten |
| Lr | Leerfahrten |
| N | Nahverkehrszug |
| Ng | Nahgüterzug |
| Ns | Nahschnellverkehrszug |
| Üb | Übergabegüterzug |
| AZ | Anzefahr |
| BNG | Burg- und Nieder-Gemünden (Ohmtalbahn ab Kirchhain) |
| BRG | Bürgeln |
| COE | Cölbe |
| FF | Frankfurt (Main) Hbf |
| GEM | Gemünden (Wohra) (Wohratalbahn ab Kirchhain) |
| KIH | Kirchhain |
| KS | Kassel Hbf |
| MBG | Marburg (Lahn) |
| MBGS | Marburg-Süd (Kreisbahn) |
| MBS | Marburg-Süd |
| SR | Sarnau (Obere Lahntalbahn ab Cölbe) |
This simulation is part of the Main-Weser-Bahn | Marburg (Lahn) | Kirchhain (Bezirk Kassel)

