Der Stelltisch des Sp Dr S 60: Difference between revisions
(weiter bis Magnete. Review Magnete erbeten!) |
SignalAdmin (talk | contribs) |
||
| Line 83: | Line 83: | ||
==Magneten und Sperrkappen== | ==Magneten und Sperrkappen== | ||
Magneten und Sperrkappen können vom Bediener auf dem Stelltisch angebracht werden und dienen ihm als Merkhilfe, um unerwünschte oder gar gefährliche Bedienhandlungen zu vermeiden. | |||
'''Magneten''' (siehe Markierung (4) im Screenshot) können beliebig im Gleisbild platziert werden. In der Simulation wird dazu der gewünschte Magnet angeklickt und dann per Klick an der gewünschten Stelle abgelegt. Verschieben per Drag & Drop ist möglich. Um einen Magnet vom Tisch zu entfernen, wird er einfach in den grauen Bereich außerhalb der Tischfelder gezogen. | '''Magneten''' (siehe Markierung (4) im Screenshot) können beliebig im Gleisbild platziert werden. In der Simulation wird dazu der gewünschte Magnet angeklickt und dann per Klick an der gewünschten Stelle abgelegt. Verschieben per Drag & Drop ist möglich. Um einen Magnet vom Tisch zu entfernen, wird er einfach in den grauen Bereich außerhalb der Tischfelder gezogen. | ||
Revision as of 02:24, 9 August 2011
Inhalt | Gebrauchsanleitung und Tips Sp Dr S 60 | FAQ | Gebrauchsanleitung Betriebszentrale | Gebrauchsanleitung Streckenverbindung | Sprachkommunikation | Verzeichnis der Änderungen | Developers pages
Der Stelltisch ist das zentrale Element der Stellwerksbedienung. Er ist modular aus einzelnen Tischfeldern aufgebaut. Die Tischfelder können mit Drucktasten und verschiedenen Leuchtmeldern ausgestattet sein. Wie alle elektrischen Stellwerke ist das Sp Dr S 60 ein Gleisbildstellwerk, die Anordnung der Weichen, Signale usw. auf dem Stelltisch gibt also (schematisch) die reale Lage im Gleisfeld wieder.
Grundsätzlich ist zu beachten, dass die Anzeigen auf dem Stelltisch nicht unfehlbar sind. Lampen können natürlich durchbrennen (LEDs waren leider zur Entwicklungszeit des Stellwerks noch nicht sehr verbreitet...), deshalb sind nicht leuchtende Melder einerseits kein Grund zur Panik, andererseits mit Vorsicht zu genießen – je nachdem, um welchen Melder es sich handelt. Außerdem reagiert das Stellwerk oft mit einer gewissen Verzögerung auf Bedienhandlungen, weshalb man ihm jeweils etwas Zeit geben sollte, Eingaben zu verarbeiten. Anderenfalls kann es zu undefinierten Betriebszuständen kommen, die sich manchmal nur mühsam wieder auflösen lassen.
Tasten
Wie der Name schon sagt, wird das Sp Dr 60 S mit Drucktasten bedient. Diese finden sich in verschiedener Ausführung auf dem Stelltisch:
- schwarz (1): Diese Tasten sind recht unauffällig in das Gleisbild eingebettet, da sie im Normalfall nicht benutzt werden müssen. Sie finden sich zum Beispiel an Weichen.
- grau (2): Graue Tasten im Gleisbild werden zur Einstellung von Rangierstraßen benutzt.
- grau mit rotem Punkt (3): Diese Tasten dienen der Einstellung von Zugstraßen.
- grau mit gelbem Punkt: Derartige Tasten finden sich nur an Bahnübergängen.
Gleisabschnitte
Gleise im Stellwerksbereich werden durch einen dicken schwarzen Streifens dargestellt. Wenn eine Gleisfreimeldeanlage installiert ist, ist zusätzlich ein Leuchtmelder, der sogenannte Gleismelder, sichtbar. Ist eine Fahrstraße (Zug- oder Rangierstraße) über das Gleis eingestellt, leuchtet der Melder mit gelbem Licht. Rotes Licht zeigt an, dass das Gleis von einem Zug besetzt ist. Achtung: Ein dunkler Melder bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Gleis geräumt und sicher befahrbar ist – die Lampe könnte schließlich auch defekt sein!
Ein Gleis, welches nicht mit einer Gleisfreimeldeanlage ausgerüstet ist, wird auf dem Stelltisch mit einer unterbrochenen schwarzen Linie dargestellt. Dann muss sich der Fdl merken, ob das Gleis mit einem Zug besetzt ist. Ein Merkzettel kann hier gute Dienste leisten!
Weichen, Kreuzungen und Gleissperren
Treffen zwei Gleise aufeinander, so gibt es an dieser Stelle entweder eine Weiche oder eine Kreuzung. Die unterschiedlichen Formen, in der diese auftreten können, sowie ihre Bedienung und die zugehörigen Leuchtmelder erläutert der Artikel Weichen und Kreuzungen. Gleissperren werden im Stellwerk wie Weichen gehandhabt.
Signale
Tischfelder für Signale treten in verschiedenen Formen und Funktionen auf. Nach Art des Signals werden Sperr-, Vor- und Hauptsignale unterschieden, bei letzteren nach ihrer Funktion noch Block-, Einfahr- und Ausfahrsignale. Alle Einzelheiten zu den verschiedenen Signalen und ihrer Bedienung finden sich im entsprechenden Artikel.
Bahnübergänge
In manchen Stellwerken (wie in dem oben gezeigten) sind Bahnübergänge zu bedienen. Diese sind auf dem Stelltisch durch eine breite dunkelgraue Linie (die Straße) dargestellt, welche ein oder mehrere Gleise kreuzt. Die Bedienelemente und Melder unterscheiden sich geringfügig je nach technischer Ausführung des Bahnübergangs.
Zugnummernanzeigen
Die Zugnummeranzeige im Stelltisch von Braunschweig Hbf war eine der ersten Anlagen in Deutschland. Die Anzeige ist eine enorme Hilfe für den Fahrdienstleiter für die Disponierung der Züge, denn sie zeigt an, welcher Zug momentan welches Gleis belegt. Eine Zugnummer „springt“ (schaltet fort) von einem Feld zum nächsten, sobald das Signal nach Vorbeifahrt des Zuges auf Halt zurückfällt.
Einschränkungen gibt es dabei vor allem im Rangierbetrieb. Hier werden oft Gleise genutzt, die keine Zugnummernanzeige besitzen. Somit kann die Nummer nirgends „hinspringen“ und bleibt stehen, sie muss dann manuell gelöscht werden. Umgekehrt muss man, wenn man einen Zug neu zusammenstellt, die Zugnummer manuell in das Zugnummernfeld des Gleises eingeben. Zum Löschen und Eingeben benutzt man das ZNP801.
hier fehlt noch ein Bild!
Erlaubnis-Tischfelder
An Strecken mit selbsttätigem Streckenblock, die in einen benachbarten Stellbereich führen, befinden sich so genannte Erlaubnis-Tischfelder. Diese verhindern, dass sich auf einem Streckengleis zwei Züge entgegenkommen, da nur dasjenige Stellwerk, welches die Erlaubnis hat, Fahrstraßen in das Gleis stellen kann. Auf eingleisigen Strecken, die in beide Richtungen befahren werden, wechselt die Erlaubnis auch im Regelbetrieb ständig hin und her, auf zweigleisigen Strecken nur, wenn das reguläre Richtungsgleis nicht benutzt werden kann.
Möchte der Nachbar-Fdl einen Zug auf das Gleis schicken, so meldet er diesen telefonisch oder per ZNP801. Wird der Zug angenommen, so muss die Erlaubnis abgegeben werden. Dazu dient die Erlaubnisabgabegruppentaste. Umgekehrt kann man sich die Erlaubnis nicht selbst zurückholen, sondern muss den Nachbar-Fdl in der gleichen Weise darum bitten.
Der runde Leuchtmelder ist der Ausfahrsperrenmelder (Aspm). Dieser kann auch neben Zugstraßenzieltasten für die Ausfahrt angebracht sein. Er leuchtet blau, solange der angrenzende Streckenblock noch besetzt ist und erlischt, sobald das nachfolgende Blocksignal wieder in Haltstellung gefallen ist. Solange der Aspm leuchtet, kann zwar eine Ausfahrstraße in das Gleis gestellt werden, diese wird jedoch nicht festgelegt und das Signal kann nicht in Fahrtstellung kommen. Wenn der Apsm erlischt, wird dies jedoch automatisch nachgeholt, dies bezeichnet man als „Nachlaufen“ der Ausfahrstraße. Solange der Melder leuchtet, kann die Erlaubnis nicht abgegeben werden. Erlischt der Melder aufgrund einer Störung nicht wie vorgesehen, kann in das Gleis nur auf Ersatzsignal oder Befehl gefahren werden.
Gruppentasten
In manchen Stellwerken sind einige oder alle Gruppentasten auch direkt auf dem Stelltisch angebracht. Sie funktionieren dort genauso wie im separaten Gruppentastenblock.
Bahnhofstasten
Die Bahnhofstaste (im Screenshot: schwarze Taste links neben der Bezeichnung des Stellwerks "Kleinstadt") wird unter anderem für das Sperren des Weichenselbstlaufs und die Tag-Nacht-Umschaltung der Signalhelligkeit gebraucht. Größere Stellwerke können in mehrere Abschnitte unterteilt sein, die jeweils eine eigene Bahnhofstaste besitzen.
Magneten und Sperrkappen
Magneten und Sperrkappen können vom Bediener auf dem Stelltisch angebracht werden und dienen ihm als Merkhilfe, um unerwünschte oder gar gefährliche Bedienhandlungen zu vermeiden.
Magneten (siehe Markierung (4) im Screenshot) können beliebig im Gleisbild platziert werden. In der Simulation wird dazu der gewünschte Magnet angeklickt und dann per Klick an der gewünschten Stelle abgelegt. Verschieben per Drag & Drop ist möglich. Um einen Magnet vom Tisch zu entfernen, wird er einfach in den grauen Bereich außerhalb der Tischfelder gezogen.
Die Bedeutung der einzelnen Magneten:
Das ist kein Magnet, sondern nur der Button zum auf- und zuklappen der Magnetleiste.
Dieser Magnet ist zunächst einmal schwarz. Beim Platzieren kann ein kurzer Text eingegeben werden, der den Sinn des Magneten beschreibt. Er kann also für einen beliebigen Zweck verwendet werden.
Im markierten Bereich ist die Oberleitung außer Betrieb (oder nicht vorhanden).
Der markierte Bereich oder das markierte Gleis ist gesperrt und darf nicht befahren werden.
Im markierten Bereich wird "auf falschem Gleis" gefahren. Dies bezeichnet das Fahren auf einem Gleis in eine Richtung, in der es signaltechnisch nicht ausgerüstet ist, und funktioniert daher nur mittels Ersatzsignal. Wird nur angewendet, wenn das reguläre Richtungsgleis gestört ist.
In diesem Bereich muss eine manuelle Räumungsprüfung erfolgen, beispielsweise wegen einer Störung der Gleisfreimeldeanlage.
Abschnittsprüfung Ril 408 nachlesen!!!
Bereich wird von einem Kleinwagen (meist ein Baufahrzeug) befahren, welcher keine Gleiskontakte auslöst und sich daher nicht auf dem Stelltisch bemerkbar macht.
Hier verkehrt ein lademassenüberschreitender (Lue-) Zug. Die Höhe oder Breite überschreitet das normale Lichtraumprofil. Dies kann zu Einschränkungen im Betrieb benachbarter Gleise führen.
Aus einem bestimmten Grund darf in diesem Bereich nicht entgegen der üblichen Fahrtrichtung gefahren werden ("nicht links fahren"), selbst wenn Gleiswechselbetrieb technisch ausgerüstet ist.
In diesem Bereich werden Arbeiten ausgeführt. Da Arbeiten nicht zwangsläufig eine Gleissperrung erfordern, gibt es diesen zusätzlichen Magneten.
Der markierte Bahnübergang ist gestört.